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Roadtrip durch Irland – Teil 3

So, hier ist unser letzter Teil über unsere Irlandreise. Wir erzählen über unseren – viel zu kurzen – Besuch in Clifden und die letzten Tage unseres Urlaubs in Dublin. Allgemeine Infos über Irland haben wir hier zusammengestellt. Und von Teil 1 und Teil 2 des Roadtrips berichten wir hier und hier.

Nach dem Frühstück haben wir schweren Herzens unsere Koffer gepackt und uns von Francine verabschiedet. Aber bevor wir zurück nach Dublin gefahren sind, haben wir uns noch in Ruhe Clifden angeguckt. Das Städtchen ist wirklich nicht groß, aber hat uns am besten gefallen. Es ist dort einfach alles total süß und liebevoll hergerichtet und es gibt wirklich ein paar tolle Geschäfte.

Unbedingt besuchen solltet ihr „Ohh! By Gum“ . In dem Laden, der etwas abseits liegt, (am besten nach dem Weg fragen), gibt es Damen- und Kindermode und auch Spielsachen. Alle Sachen sind fair und ökologisch korrekt gehandelt. Ein weiteres Geschäft, bei dem man unbedingt vorbeischauen muss, ist „Whistlestop“ . Hier gibt es Dekoartikel, Geschirr und Schmuck. Wir mussten uns schon ziemlich zusammenreißen, nicht shoppingtechnisch zu eskalieren. Dann gibt es noch einen Laden, deren Namen wir vergessen haben. Er liegt schräg gegenüber von „Guys Bar“ und die Fassade ist gelb. Wer ausgefallene Klamotten sucht, ist dort im Paradies. Es gibt unter anderem Sachen von „Oska“. Nach dem Shoppen mussten wir natürlich noch einen Kaffee trinken und das geht in Clifden besonders gut bei „Upstairs Downstairs“ .

Clifden

Für uns ist Clifden und Connemara die schönste Ecke Irlands gewesen, die wir auf unserer Tour gesehen haben und wir wären gerne länger geblieben. Die weite, schroffe Landschaft, die sich hinter der nächsten Ecke in einen wunderschönen sanften Strand verwandeln kann, ist einfach umwerfend.

Wir hatten nicht so viel Zeit, weil wir unseren Mietwagen abends in Dublin zurückgeben mussten und haben uns deshalb für die schnellste Route nach Dublin entschieden. Diese führte uns wieder über Galway und die tolle Insel, die zu einem der klassischen, irischen Postkartenmotive gehört, lag auf der Strecke. Falls sie einen Namen hat, kennen wir ihn nicht, aber ihr müsste einfach von Clifden aus der „R864 Lower Newcastle Road“ Richtung Galway folgen. Nach etwa 60km liegt sie auf der linken Seite.

Connemara

Nachdem wir noch einmal bei „Caprice“ in Galway Mittag gegessen hatten, standen wir über eine Stunde im Nachmittagsverkehr im Stau – ja, so etwas gibt es auch in Irland. Den restlichen Nachmittag haben wir damit zugebracht, nach Dublin zu rasen, um pünktlich unseren Wagen am Flughafen abzugeben. Das hat zum Glück gerade so geklappt.

Von dort sind wir mit dem Taxi in die Stadt gefahren, weil wir gar nicht so genau wussten, wo unser Airbnb eigentlich zu finden war. Die Taxifahrt hat 28€ gekostet. Wir sind allerdings auch durch einen Tunnel gefahren, bei dem man Maut zahlen musste. Das Airbnb lag noch zentraler als wir gedacht hatten. In wenigen Gehminuten ist man Trinity College. Das war uns an dem Abend allerdings ziemlich egal. Wir waren total platt und wollten einfach nur auf dem Sofa liegen, an unserem Artikel arbeiten und etwas essen. Unsere Versuche bei Deliveroo zu bestellen scheiterten jedoch allesamt, weil wir es nicht geschafft haben, die Bestellungen auch abzuschicken. Keine Ahnung, was da kaputt gewesen ist. Und so mussten wir doch noch einmal raus und uns etwas zu essen suchen. Zum Glück ist Dublin eine absolute Studentenstadt und so sind wir beim „Spar“ um die Ecke fündig geworden. Da es in dem Apartment „leider“ Netflix gab, wurde aus dem „am Artikel arbeiten“ ein „Ach, lass uns doch einen Film gucken“.

 

Wir sind schon früh los gegangen, um möglichst viel von Dublin zu sehen. Doch natürlich mussten wir erst einmal etwas frühstücken. Wir hatten bei Tripadvisor nach Empfehlungen geguckt und uns für ein Café auf der Dawson Street entschieden. Da wir allerdings nicht die einzigen gewesen sind, die auf die Idee gekommen sind dort zu frühstücken, war es so voll, dass wir keinen Tisch mehr bekommen haben – zum Glück. Wir haben uns nämlich dann spontan für das „Dolce Sicily“ entschieden und das ist definitiv einen Besuch wert. Schon morgens vor 10h war die Kuchentheke zum Bersten mit Kuchen aller Art gefüllt. Und auch das Frühstück an sich brauchte sich hinter den Kuchen nicht zu verstecken. Wir fanden es dort so schön, dass wir am nächsten Tag, bevor wir zum Flughafen mussten, dort noch einmal Frühstücken gewesen sind.

Das „Dolce Sicily“ in Dublin

So gestärkt haben wir dann als erstes das „Trinity College“ besucht. In unseren Augen ein absolutes Muss, wenn man in Dublin ist. Doch als wir die Schlange gesehen haben, die sich aus dem Gebäude in den Innenhof schlängelte, wurde uns kurz doch etwas anders und wir haben uns geärgert, die Eintrittskarten nicht vorher online gekauft zu haben. Doch glücklicherweise mussten wir nicht so lange warten wie befürchtet. Und das Warten hat sich wirklich gelohnt.

Bevor man in den berühmten „Long Room“ kommt, gibt es eine Ausstellung über das „Book of Kells“ und weitere Bücher aus dem 7. bis 9. Jahrhundert nach Christus. „The Book“, wie das „Book of Kells“ auch genannt wird, wurde um 800 n. Chr. im Kloster Iona an der schottischen Westküste hergestellt und um es vor Wikingerangriffen zu schützen nach Irland gebracht. Wir haben immer gedacht, dass es sich sicherlich um ein altes Buch mit bewegter Geschichte handelt, aber wenn man dann vor diesem Buch steht und sich die Kalligraphie und Illustrationen anguckt, ist man schon sprachlos – also wir waren es zumindest. Die Linien sind teilweise dünner als ein einzelnes Haar. Wie haben die das vor fast 2000 Jahren gemacht? Leider darf man das „Book of Kells“ nicht fotografieren und so müsst ihr mit Bildern aus dem beeindruckendem „Long Room“ vorlieb nehmen.

Der „Long Room“ im „Trinity College“ in Dublin

Dort war es selbstverständlich sehr, sehr voll und so konnten wir gar nicht richtig die Atmosphäre dieses Raums auf uns wirken lassen. Trotzdem haben wir es nicht bereut 13€ Eintritt bezahlt zu haben.

Nach unserem Besuch im „Trinity College“ sind wir durch die Innenstadt geschlendert und dann recht schnell im „Temple Bar“-Viertel gelandet. Hier reiht sich ein Pub an den nächsten und man kann die beklopptesten JunggesellInnen-Abschiede bewundern. Aber zwischen den Pubs und Restaurants findet man auch immer wieder coole Geschäfte wie zum Beispiel „Folkster“ . Auch wieder so eine Shoppingeskalations-Gefahr. Aber der Sommer naht und natürlich braucht man da etwas zum Anziehen. Und zum Einrichten. Und Notizbücher sowieso. Wir haben ja nichts…

„Folkster“ in Dublin

Ansonsten hat uns Dublin nicht so umgehauen, wie zum Beispiel Clifden oder Galway. Vielleicht lag es an der Reizüberflutung nach einer Woche größtenteils Ruhe und weiter Landschaft. Vielleicht lag es auch daran, dass die Dubliner Innenstadt ungelogen eine einzige Baustelle gewesen ist, auf der sogar auch sonntags gearbeitet wurde. Vielleicht lag es auch an den Touristenmassen, die sich durch die durch die Baustellen verengten Straßen, geschoben haben. Wir haben den restlichen Tag einfach mit durch Geschäfte bummeln verbracht und waren in keinem weiteren Museum oder so. Muss man ja auch mal machen. Vor allem wenn es Läden wie „Urban Outfitters“ oder „other stories“ gibt.

Dublin

Was sollen wir noch groß erzählen? Nach etwa elfstündiger Sightseeing-Tour durch Dublin und dem obligatorischen Burger – wir haben noch nie so viele Burgerläden auf einmal gesehen – sind wir abends totmüde aufs Sofa gefallen. Und können deshalb leider wieder nichts zum Dubliner Nachleben sagen, das aber, wenn man nach der am nächsten Morgen auf den Bürgersteigen liegender Unterwäsche geht, doch wild sein muss. 😉

Das Airbnb war ein richtiger Glücksgriff. Einziger kleiner Nachteil: Das Haus ist verdammt hellhörig und in der ersten Nacht dachten wir mehrmals, dass jemand versucht unsere Tür aufzuschließen. Aber in der zweiten Nacht hatten wir uns daran gewöhnt und haben gut geschlafen.

Airbnb, der obligatorische Burger und Sevenwood in Dublin

Wir würden jederzeit wieder nach Irland fahren, weil das Land so unglaublich schön ist und die Iren echt nette und entspannte Zeitgenossen sind. Und auch unsere Freundschaft endet glücklicherweise nicht mit unserem ersten gemeinsamen Urlaub, sondern wir würden jederzeit wieder zusammen wegfahren.

In diesem Sinne: Auf, auf nach Irland und bis bald!

– Katharina und Vicky

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