Mesdames Pottpouri

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Roadtrip durch Irland – Teil 2

Limerick, die Cliffs of Moher und Galway – das waren die nächsten Stationen auf unserer Reise durch Irland. Was wir dort erlebt haben und wo sich ein längerer Aufenthalt lohnt, erzählen wir euch hier.

Allgemeine Infos zu einem Urlaub in Irland haben wir hier zusammengefasst. Tipps zu Kilkenny, dem Ring of Kerry und dem Inselchen Valentia Island gibt´s hier.

Den vierten Tag unserer Rundreise haben wir mit einem sehr guten Frühstück im „B&B“ gestartet. Erst Porridge, dann ein irisches Frühstück mit Rührei, Toast, Tomaten und Pilzen und natürlich Tee und Kaffee.

Hatten wir bislang wirklich Glück mit dem Wetter, lag heute immer mal wieder Regen in der Luft. Es war ein Wetter, wie es sich wohl die meisten in Irland vorstellen.

Zuerst gingen wir Richtung City und besichtigten das „King John`s Castle“. Wir mögen Schlösser und Burgen, deshalb sind wir natürlich reingegangen. Auch wenn der Eintritt mit 12€ für Erwachsene nicht wirklich günstig ist – ein Besuch lohnt sich. Zum einen wegen der historischen Hintergründe und zum anderen wegen des ungewollt komischen Unterhaltungswerts. So viele verschiedene Elemente – Fotos, Texttafeln, Videos, Hörspiele, Spiele, Schubladen – in so wenigen Räumen und in so einer Lautstärke, weil unterschiedliche historische Figuren das Schloss, die Zeit und die Begebenheiten erzählen, haben wir selten erlebt. Es lohnt sich. Echt.

Limerick

Danach haben wir im „Papa´z“, einem netten Café mit einer guten Auswahl an Salaten und Wraps, Pause gemacht und haben uns dem Postkartenschreiben hingegeben. Wir haben beide festgestellt, dass wir die Liebe dazu teilen und haben uns deshalb ausreichend Zeit dafür genommen. An dieser Stelle sei übrigens gesagt, dass wir in keiner Stadt Probleme hatten in den Pubs oder Restaurants eine gute Auswahl an vegetarischen Gerichten zu finden.

Weil das Wetter nicht besser wurde und der Hunger größer, haben wir uns entschieden ins „The Buttery“ zu gehen. Von außen recht unscheinbar, hat es uns drinnen einfach umgehauen. Es ist so schön und mit einer großen Portion Liebe eingerichtet. Ein Besuch auf der Toilette ist zwingend notwendig. Grüßt bitte dort das Nilpferd von uns. Auch nicht ganz unwichtig: Das Essen und vor allem der Chai Latte waren richtig lecker. Was es in Trallee nicht gibt, gibt es in Limerick dafür zu Hauf und hat uns entsprechend entschädigt: zahlreiche hübsche Cafés und Restaurants.

Abends waren wir endlich im Pub. Yeah! Auf Empfehlung von Marie haben wir das „The Lockes“ besucht. Wer mit König Pilsener groß wird, kann alle anderen Biere dieser Welt nur mögen, so auch Guiness. Und weil wir die meisten Empfehlungen aus Reiseführern befolgen, haben wir natürlich auch Irish Whisky probiert. „Paddys“- Eine Empfehlung für alle, die es etwas milder mögen.

 

Von Limerick aus ging es für uns nach Lahinch – ebenfalls einer Empfehlung von der lieben Marie. Hier kann man sich am Strand den Wind des Atlantiks um die Ohren pusten lassen. Man bedenke allerdings nur die kommende Flut. Wir waren zu langsam, die Flut zu schnell und unsere Schuhe und Socken nass.

Lahinch

Danach ging es zu den „Cliffs of Moher“. Hier ist man natürlich nicht alleine, sondern umgeben von zahlreichen Touristen, aber der Besuch der Klippen ist ein absolutes Muss. Wir empfehlen rechts die Klippen zu besteigen, weil man so zum einen einen guten Blick auf die Klippen hat und zum anderen den offiziellen Pfad verlassen und auf „The Burren Way- Coat of Moher Coastal Walking Trail“ weitergehen kann, um einen noch atemberaubenderen Blicke zu haben.

Cliffs of Moher

In Doolin – Überraschung! ebenfalls ein Tipp von Marie – haben wir nur einen kurzen Zwischenstop gemacht. Denn dort gibt es einem kleinen Süßwarenladen, in dem man selbstgemachte Schokolade, Fudge und Marshmallows mit Schokoladenüberzug kaufen kann. Dafür hat sich der Besuch gelohnt, für mehr allerdings nicht. Aber ersteres war seeehr lecker und eine gute Idee einmal etwas anderes als Obst mit Schokolade zu überziehen.

Wir kamen abends recht spät an, sodass wir nur unser Hotel, das Western Hotel, das sehr zentral und mit eigenem Parkplatz ausgestattete ist, aufgesucht haben. In dem Hotel kann man sehr gut übernachten. Zum Frühstück können wir allerdings nichts sagen, da wir dies nicht gebucht hatten. Aber natürlich ist es nicht so persönlich wie ein B&B.

 

Dafür haben wir den Vormittag in Galway verbracht. Wir waren als erstes in einem der zahlreichen Cafés Frühstücken. Und anschließend sind wir durch die engen Gässchen gebummelt und haben uns ein bisschen wie in Stars Hollow beim Troubadour-Wettstreit gefühlt – Gilmore Girls-Fans wissen war wir meinen 😉 Alle paar Meter stand ein anderer Straßenmusiker und hat Musik gemacht. Die ganze Luft hat von den unterschiedlichen Musikrichtungen vibriert. Uns hat es gut gefallen, vor allem weil Galway zwar den Charme einer Kleinstadt hat, aber trotzdem eine richtige Stadt mit unglaublich vielen Studenten ist. Und wir hatten nach fünf Tagen das Gefühl, endlich mal wieder in einer richtigen Stadt zu sein.

Galway

Galway hat süße Gässchen, die alle mit irischen Fahnen geschmückt sind. Neben einigen kleinen, individuellen Läden findet man vor allem auch die großen Ketten wie Dunners Store, Monsoon und TK Maxx.

Mittag haben wir bei „Caprice“ gegessen. Ein süßes Restaurant, das wir durch Zufall entdeckt haben, als wir einfach mal durch eine schmale, unansehnliche Gasse gegangen sind. Das „Caprice“ war genau nach unserem Geschmack: mit ganz viel Liebe zum Detail eingerichtet und einer Speisekarte, auf der auch Vegetarier eine gute Auswahl haben.

Anschließend sind weiter nach Clifden gefahren und die Route an Tag 6 ist auf jeden Fall unsere absolute Irlandempfehlung. Connemara darf auf einer Irlandreise auf keinen Fall fehlen. In unseren Augen ist Connemara die landschaftlich schönste Strecke und Irland in absoluter Reinform. Wir haben auf diesem Weg so oft das Wort „schön“ benutzt, das es eigentlich seine Bedeutung verloren hat.

In Connemara werden die Straßen immer kleiner und schmaler, dafür fährt man vorbei an traumhaften Seen und Bergen und in diesen Naturfarben passt der senfgelbe Ginster einfach wunderbar. Hier muss man zwischendurch nicht nur anhalten um Fotos zu machen, sondern auch, weil Schafe über die Straße laufen. Und nicht nur Schafe, wir mussten auch einem Pferd ausweichen und für ein Kälbchen halten, dass von seinem Besitzer wieder Richtung Weide getrieben wurde.

Ein Zwischenstopp im „Kylemore Abbey“ ist zu empfehlen, nicht nur, weil es von außen eine schöne Kulisse im Gebirge abgibt, sondern auch weil die Kaffeebecher perfekt zur Umgebung passen. 😉

Kylemore Abbey, Sky Road und Clifden Bay Lodge

Wir haben dann die „Sky Road“ genommen, die ebenfalls eine Empfehlung ist, weil sie eine wunderbare Strecke am Meer entlang ist. Unser B&B war diesmal die „Clifden Bay Lodge“ . Auch hierfür gibt´s definitiv einen „Daumen hoch“. Zum einen wegen der Lage an der Clifden Bay und zum anderen wegen der netten Besitzerin Francine. Uuund einem Frühstück mit Meerblick.

Das beste an der „Clifden Bay Lodge“ war aber definitiv, dass wir vom Schlafzimmerfenster aus Delfine gesehen haben. Wir hatten echt Glück, denn die Delfine waren am Tag zuvor das erste Mal im Jahr dort gewesen. Von April bis September kommen sie in die Bucht, weil sie Lachse riechen, die dort gezüchtet werden.

Dog´s Bay

Wir haben von Clifden aus einen kleinen Abstecher zur „Dog´s Bay“ gemacht. Dieses kleine, aber feine Stückchen Sandstrand liegt zwischen den Städten Ballyconneely und Roundstone und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Bei Sonnenschein ist das Wasser türkis und der Strand strahlend weiß. Man könnte dann fast meinen, dass man in der Karibik ist. Es gibt leider keine genauere Beschreibung wie man zum Strand kommt, aber wenn man die Küstenstraße langsam entlang fährt, sieht man irgendwann das kleine Schild auf der rechten Seite. Dort abbiegen und dem kleinen schmalen Weg folgen bis es nicht mehr weitergeht. Am Ende der Straße kann man parken und durch das Gatter dann zum Strand gehen.

Zurück nach Clifden sind wir nicht über eine Nationalstraße gefahren, sondern sind, bevor sich die Nationalstraße in die R341 und die R342 teilt, links in eine einspurige Landstraße abgebogen. Etwas eng, aber auch das lohnt. Es geht durch eine Moorlandschaft, über die immer wieder Schafe laufen und man die Berge zur rechten Seite sieht.

Abgerundet hat den Tag ein Besuch in „Guys Bar“. Ein cooler Pub, der nicht urig, sondern modern ist und in dem es tolles Essen gibt. Und egal, ob man schon satt ist oder nicht: Man sollte sich umbedingt Crumble zum Nachtisch bestellen.

In welchen Läden man in Clifden unbedingt besuchen sollte und was wir in Dublin erlebt haben, erzählen wir euch in den nächsten Tagen.

Bis dahin,

-Katharina und Vicky

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