Mesdames Pottpouri

Herz und Hirn

Me, Myself and I.

Du musst das Leben einfach nur leben. Es ist gar nicht kompliziert. Kleine Schritte tun, jeden Tag.

Ich glaube, ich will mit diesem Text eine Motivation an mich selbst und euch schreiben, die Dinge, die euch wichtig sind und die ihr tun oder lassen wollt, eben einfach zu tun. Oder zu lassen. Ich habe lange Zeit viele Dinge auf später geschoben und gedacht, dass es einen perfekten Zeitpunkt gäbe und mich dadurch viel zu oft nicht aus meiner Komfortzone herausbewegt. Doch dann kam dieser Tag, der mir sehr deutlich gemacht hat, dass es vielleicht kein später gibt und dass alles, was wichtig ist, jetzt ist. Hier und jetzt und mit den Menschen, die jetzt um mich herum sind.

Ich habe damals die Entscheidung getroffen, dass ich Anschaffungen, wenn es mein Portomonnaie erlaubt, sofort tätige. Dinge, die ich ausprobieren, erlebt und gemacht haben will in absehbarer Zeit geschehen müssen und Veränderungen am besten schon beim Gedanken daran vorgenommen werden sollten. Worauf warten?! Wirklich auf einen Jahreswechsel als Startpunkt? Muss dann nicht die Frage lauten, was mich daran hindert schon morgen damit zu beginnen? Ja, ich bin immer noch ein eher ängstlicher Mensch und mache mir Gedanken über Konsequenzen, aber ich bin mutiger geworden. Dadurch habe ich auch gelernt, dass es im Leben wenig zu verlieren gibt, weil auch die Erfahrungen, dass etwas nicht klappt oder gar nicht so toll wie gedacht ist, wertvolle Erfahrungen sind, die mich zumindest weiterbringen um die Erkenntnis, was ich möchte oder nicht möchte. Ich habe eine gewisse Gelassenheit dem Leben gegenüber entwickelt.

Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze (O.Wilde)

Eine Veränderung im letzten Jahr in meinem Leben hat mich zusätzlich mit voller Wucht vor die Frage gestellt, wer ich eigentlich bin und was für eine Frau ich sein möchte. Meine wunderbare Schwägerin in Spe hat damals (ich weiß gar nicht mehr genau in welchen Zusammenhang) zu mir gesagt: „Ich behandle mich selbst am besten.“ Als Mensch in einem sozialen Beruf und der Eigenschaft den wichtigsten Menschen um mich herum eine verlässliche Freundin sein zu wollen und mit dem Anspruch ihr Leben so gut ich kann schöner und bunter zu machen, erst einmal völlig fremd. Doch sie hatte in einem gewissen Maße Recht, denn ich glaube, dass das eigene Wohlbefinden eine wichtige Voraussetzung dafür ist, genau die Freundin für meine Freunde zu sein, die ich sein möchte und dafür habe ich mich zu selten an erste Stelle gesetzt. Klingt vielleicht erstmal befremdlich und egoistisch, hat bei mir aber zu einem größeren inneren Wohlbefinden gefühlt, dass es mir ermöglicht nach außen ehrlich offener zu sein.

Eine gesunde Spur Egoismus, mehr Mut meine Pläne und Träume wahr werden zu lassen und eine gewisse Gelassenheit dem Leben und seinen kleinen Katastrophen gegenüber, die ich lange Zeit immer größer habe werden lassen, haben mich zu einem glücklicheren Menschen gemacht. Zweifel an mir und der Welt sowieso habe ich noch immer, sie sind treue Begleiter, die wohl niemals von mir lassen. Aber ich habe gelernt sie zu respektieren, denn sie bringen mich voran und sorgen für ein gutes Gleichgewicht. Das schlimmste im letzten Jahr war das Gefühl völlig vergessen zu haben wer ich eigentlich bin. Da möchte ich niemals wieder hin. Ich weiß nicht, ob ich jemals vollends die Person werde, die ich sein möchte, ob es letztlich erstrebenswert ist oder ob ich nicht immer, wenn ich irgendwo ankomme, weiter will, weil Stillstand für mich nun mal absolut schrecklich ist. Ich werde es sehen, aber der Weg auf dem ich bin, der gefällt mir und macht mich glücklich. Sehr!

-Katharina

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